Winter

Diese Woche war die erste wirkliche Winterwoche. Davor hatte es zwar auch schon ein paar Mal geschneit, aber es war nie viel und ist auch schnell wieder getaut. Diese Woche war es schon angekündigt das es Schnee und Sturm geben soll. (Wusstest du, dass Kanada die beste und größte/flächendeckendste Wettervorhersage hat?)

Der Montagmorgen hat schon damit angefangen, dass erst die Schule ganz abgesagt und dann auf nur drei Stunden verkürzt wurde. Das heißt, wir waren um elf wieder zuhause. Die Wettervorhersage und die Straßenbedingungen waren sehr schlecht, so dass viele Eltern ihre Kinder zuhause behalten haben. Die Klassen waren nur halb so groß und einige Busse kamen zu spät.

Die Straßen waren nass und rutschig, es war windig und unter dem ganzen war noch Eis von der letzten Nacht. Eigentlich ein Wetter, bei dem man möglichst nicht rausgeht. Ich hatte aber einen Termin. Meine Gastmutter hat mir gefütterte Gummistiefel angeboten. Nach ein bisschen Zögern habe ich sie auch angezogen, mit einem dicken Paar Wollsocken, da die Stiefel mir so rund zwei Größen zu groß sind…

Am Ende bin ich dann mit den Gummistiefeln, Winterjacke und Regenschirm losgegangen. Der Weg von fünf Minuten zwischen Sporthalle und Zuhause kam mir noch nie so lange vor. Den Schirm musste ich mit zwei Händen festhalten, damit er mir nicht wegfliegt. Die Stiefel anzuziehen war am Ende die beste Entscheidung, da ich, um abzukürzen immer über einen Parkplatz gehe, und der war voller Schnee, Pfützen und Eis. Nach 50 Metern wären meine Winterschuhe schon komplett durchnässt gewesen.

Die nächsten zwei Tage waren relativ normal. Es hat oft geschneit und es sind einige Busse ausgefallen oder verspätet gewesen. Einmal kam der normale Bus nicht und wir mussten 15 Minuten warten bis der nächste, der an unserer Straße vorbeifährt, kam.

Am Donnerstagmorgen bin ich ganz normal zur Bushaltestelle gegangen. Es war ein bisschen komisch, weil die anderen, die dort sonst mit mir warten nicht da waren. Irgendwann hat mir dann eine Nachbarin, die dort wohnt gesagt, dass die Schule ausfällt. Ich war umsonst so früh aufgestanden! Die anderen Male, als die Schule ausgefallen war, stand das in irgendeiner Facebook-Gruppe, dieses Mal nicht. Tja. Dafür konnte ich mir dann einen ganz gemütlichen Morgen auf der Couch mit meiner Gastmutter machen. Dann habe ich ein Bastelprojekt beendet (s. Bild).

Am Morgen sah es nicht so aus, als wäre es nötig gewesen, die Schule zu schließen. Als es dann aber gegen reguläres Schulende zu ging, fing es richtig zu schneien an. Später regnete es. Trotzdem sind wir dann noch zu Kimi, einer Freundin meiner Gastmutter, gefahren.

Als wir dann zurück waren, hat Brenda angefangen, den Baum zu schmücken, und ich wollte einen Schneemann bauen. Leider war die Fläche zu klein und es lag zu wenig Schnee, deswegen habe ich mir vorgenommen, ihn später zu beenden.

Für Freitag war schon angekündigt das es einen Sturm gibt und dann die Schule geschlossen bleibt. So habe ich am Morgen, als der Wecker klingelte und man den Sturm hören konnte, einfach weiter geschlafen bis 12 Uhr ungefähr. 😉  Es hätte sich auch nicht gelohnt, früher aufzustehen, es war auch nichts los.

Für Samstag war dann gutes Wetter angesagt, also sind wir nach Brigdewater, in die nächste größere Stadt, gefahren, um Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Das Wetter wurde immer schlechter und es fing zu schneien an. Schließlich sind wir dann in einem ausgewachsenem Schneesturm nach Hause gefahren. Die Straßen waren komplett mit Schnee bedeckt und wir sind in einer Kolonne mit 30 km/h über die Landstraße gefahren. Hinter uns hatten wir einen Lkw, der irgendwie nicht gelernt hat, Abstand einzuhalten. Einmal, als alle bremsten, musste er seitlich auf den Standstreifen ausweichen. Sonst säße er hinten bei uns im Kofferraum. Abends hat es dann angefangen zu regnen und meine Pläne, den Schneemann zu vervollständigen, wurden hinweggewaschen.

Sonntag wurde ich dann gegen elf von einem Donnerschlag geweckt, der sich eher nach einem Kanonenschuss angehört hat, so laut war der. Der Schnee ist dann über die Woche komplett geschmolzen, so, dass wir keine weißen Weihnachten hatten. 😦

 

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